Die Vorgaben für die Benennung von Datenschutzbeauftragten sind streng. Viele Unternehmen brauchen ihn, sonst drohen hohe Bußgelder

Bei der Frage, ob ihr Unternehmen einen Datenschutzbeauftragten braucht oder nicht, muss zunächst zwischen öffentlichen und nicht-öffentlichen Stellen unterschieden werden. Öffentliche Stellen sind mit wenigen Ausnahmen (z.B. Gerichte) fast immer dazu verpflichtet, einen Datenschutzbeauftragten zu ernennen. Die Pflicht greift, sobald durch diese personenbezogene Daten verarbeitet werden.

Auch Unternehmen müssen in vielen Fällen einen Datenschutzbeauftragten in Ihrem Betrieb benennen. Und zwar immer dann, wenn mindestens zehn Personenregelmäßig mit Personendaten arbeiten. Unternehmen sind weiterhin zur Ernennung eines DSB verpflichtet wenn Sie viele sensible Daten wie z.B. Gesundheitsdaten oder Daten über Straftaten verarbeiten oder umfangreich Videoüberwachung einsetzen. Das gleiche gilt für Fälle, in denen Unternehmen Personendaten für die Markt- und Meinungsforschung verarbeiten.

Verletzt ein Unternehmen seine Pflicht, rechtzeitig einen Datenschutzbeauftragten zu benennen, drohen hohe Bußgelder von bis zu 60.000 EUR. Der Datenschutzbeauftragte hilft Unternehmen, die zahlreichen Pflichten aus der DSGVO richtig umzusetzen und Probleme mit der Aufsichtsbehörde zu vermeiden.