Daten dürfen nicht unendlich lange verarbeitet oder gespeichert werden. Wenn der ursprünglich Verarbeitungszweck nicht mehr besteht, muss sofort gelöscht werden, es sei denn rechtliche Vorschriften sprechen dagegen

In dem Moment, in dem die Daten einer Person nicht mehr zur Erreichung des Zwecks, zu dem die Daten ursprünglich erhoben wurden, benötigt werden, sind diese zu löschen.
Mit Löschung ist gemeint, dass die Daten tatsächlich auch gelöscht oder unkenntlich gemacht werden und danach nicht mehr verwendet werden können.

Eine Löschung darf nur dann verzögert werden, wenn rechtliche Gründe dagegen sprechen. Oft müssen bestimmte Daten, z.B. Bestell- und Abrechnungsdaten von Kunden, aufgrund gesetzlicher Vorschriften zum Beispiel aus dem Steuerrecht, für eine bestimmte Zeit aufbewahrt werden. Die Aufbewahrungsfristen können oft mehrere Jahre betragen, sodass die Daten dann weiterhin gespeichert werden dürfen. Solche Fristen gibt es für viele Arten von Daten. Daher ist von Unternehmen genau zu prüfen, welche Daten wann gelöscht werden dürfen.

Darüber hinaus hat jede Person ein Recht auf Löschung der eigenen Daten. Werden Daten z.B. grundlos oder ohne das Wissen der Person verarbeitet, kann diese die sofortige Löschung der Daten verlangen. Sofort heißt innerhalb von maximal zwei Wochen. Kann eine Löschung aus technischen oder organisatorischen Gründen nicht erfolgen, müssen die Daten zumindest so eingeschränkt oder gesperrt werden.